Jenseits eines Hypes: Die transformative Kraft der KI im Asset Management

von

In den letzten Jahren wurde in den Medien viel über das Potenzial der generativen KI (GenAI) berichtet, wobei häufig die verblüffende Fähigkeit hervorgehoben wurde – nämlich Texte, Bilder und Videos zu erstellen, die es mit der menschlichen Kreativität aufnehmen können. 

Diese Faszination ist absolut gerechtfertigt, hat aber die unmittelbareren und praktischen Anwendungen von KI überschattet, die ganze Branchen – wie auch das Asset Management – verändern werden. 

Ein Beispiel, wohin die Reise im Fonds-Business hingehen kann, zeigt der Omphalos Fund auf: der erste 100% KI-gesteuerte Investmentfonds.

Er liefert seit Januar 2022 kontinuierlich Performance ab – ganz ohne Fondsmanager, Analyst oder Händler, nur mit 20 KI-Spezialisten, die ständig an der Weiterentwicklung der Plattform arbeiten. 

Der Fonds ist ein Beleg dafür, wie verschiedene KI-Ansätze kombiniert eine Revolution (für viele noch im Hintergrund) vorbereiten. Investmentstrategien und -prozesse werden durch Machine Learning und Automatisierungsprozessen neu definieren.

Der Medienhype und seine Fallstricke

ChatGPT, Dall-e, Sora – die Fähigkeiten der GenAI zur Nachahmung menschlicher Kreativität hat die Fantasie der Öffentlichkeit beflügelt. Die Revolutionierung ganzer Industrien wurde daraus abgeleitet. Diese Fokussierung auf generative KI kann jedoch zu einer verzerrten Sicht auf das Potenzial der KI als Ganzes führen und die Aufmerksamkeit von Technologien ablenken, die über die bekannten Fallstudien (z.B. Deepl vs. Übersetzer) greifbare Auswirkungen haben. 

Die möglicherweise entscheidende transformative Kraft der KI in der Asset-Management-Branche liegt vor diesem Hintergrund in der Applied AI und dem Industrializing Machine Learning (ML), die tiefgreifenden Vorteile hinsichtlich Effizienz, Präzision und Skalierbarkeit bieten. GenAI alleine wird kein Game-Changer werden.

Applied AI: Das Herzstück von AI-gesteuerten Investitionen

So ist Applied AI auch das Rückgrat des Erfolgs des Omphalos Fund. Durch den Einsatz hoch entwickelter Machine-Learning-Algorithmen automatisiert Applied AI das Portfoliomanagement und den Wertpapierhandel und macht so menschliche Fondsmanager und Trader überflüssig. Diese Automatisierung senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern steigert in erster Linie auch die Risk-Return-Parameter, indem datengestützte Anlageentscheidungen mit einer Geschwindigkeit und Genauigkeit getroffen werden, die Menschen nur in Ausnahmesituationen erreichen können.

Damit positioniert sich der KI-Fonds wettbewerbsstrategisch zwischen den passiven Indexfonds und den aktiven Stockpicker- und Asset Allokation-Fonds.

Die wettbewerbsfähige Anlageperformance des Omphalos-Fonds zeigt, wie Applied AI einen erheblichen wirtschaftlichen Wert freisetzen kann. Und über diesen Wert wurde zuletzt in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert: Der Technology Trends Outlook 2024 von McKinsey schätzt, dass KI-Anwendungen jährlich einen wirtschaftlichen Wert in Höhe von (Analysten und Medien ergänzen den Zusatz „nur“) 11 bis 18 Billionen Dollar generieren könnten. Die Frage in dem Zusammenhang lautet allerdings, wieviel wird davon eine neue Wertschöpfung ermöglichen und wieviel nur eine effiziente Verdrängung existierender Angebote sein? So wie Deepl in vielen Bereichen die klassischen Übersetzer verdrängt hat.

Industrialisierung des Machine Learning: Den KI-Vorteil aufrechterhalten

Während Applied AI die strategischen Entscheidungen bestimmt, sorgt Industrializing ML dafür, dass diese KI-Systeme robust, skalierbar und auf dem neuesten Stand sind. MLOps-Frameworks (Machine Learning Operations) sind unerlässlich für die Wartung und Verfeinerung der komplexen Modelle, die KI-gesteuerte Fonds antreiben. Diese Frameworks ermöglichen schnelle Aktualisierungen und Verbesserungen der Systeme auf Grundlage der neuesten Daten.

Durch die Automatisierung der Lebenszyklen von KI-Modellen – von der Entwicklung über die Bereitstellung bis hin zur Überwachung – stellt Industrializing ML sicher, dass auch Asset-Management-Unternehmen zügig auf Marktveränderungen reagieren können. Diese Agilität ist entscheidend, um in einer sich verändernden Finanzbranche einen dynamischen Wettbewerbsvorteil zu behalten.

Generative KI: Verbessernd, nicht führend

Generative KI ist nicht der primäre Treiber von der Disruption im Asset Management und auch nicht von Investmentstrategien, spielt aber eine wertvolle unterstützende Rolle. Ihre Fähigkeit, detaillierte Finanzberichte, personalisierte Kundenkommunikation und Marktanalysen zu erstellen, erhöht Produktivität sowie die Kundenbindung und -zufriedenheit. Diese Fähigkeiten ergänzen die analytische Leistung der Applied AI und bieten den Kunden einen überlegenden Service.

Die tatsächlichen Auswirkungen auf Gewinnmarge und Wettbewerb

Applied AI hat das Potenzial, durch die Automatisierung komplexer Prozesse Betriebskosten zu senken sowie – und das ist entscheidend – die Präzision der Entscheidungsfindung, sprich den Investmentprozess zu verbessern. Dies führt zu höherer Effizienz bei gleichzeitig einer besseren Anlageleistung, wie der Omphalos Fund eindrucksvoll demonstriert. Die Robustheit des Omphalos-Ansatzes kann an der Prognosegenauigkeit der über 200 „AI Trading Agents“, den vollautomatischen „Fondsmanagern“, abgelesen werden: über 60% der eingegangenen Trades sind erfolgreich – volumengewichtet!

Durch Industrializing ML wird sichergestellt, dass diese Effizienz nicht nur erreicht, sondern auch skalierbar und zukunftsfähig bleibt. Zuverlässige und leistungsfähige KI-Systeme ermöglichen es Unternehmen, konsistent hervorragende Ergebnisse zu erzielen und neue Maßstäbe in der Branche zu setzen.

Generative KI spielt eine unterstützende Rolle, indem sie die Kundeninteraktionen und Berichtsprozesse verbessert. Dies trägt zu einem umfassenden und effizienten KI-gesteuerten Dienstleistungsmodell bei.

Fazit

Die Zukunft des Asset Management liegt in der strategischen Integration von Applied AI und Industrializing ML, unterstützt durch die kreativen Möglichkeiten der Generativen KI. 

Die Medienberichterstattung berücksichtigt diese nuancierte Realität bislang nur eingeschränkt und sollte sich mit der Unterschiedlichkeit der eingesetzten KI-Technologien beschäftigen. Nur weil bestimmte Ansätze zurzeit noch keinen Mehrwert abliefern (sprich: Outperformance), heißt das nicht, dass KI nie die disruptive Schwelle im Fondsmanagement erreichen wird.

Der Erfolg des Omphalos-Fonds zeigt vielmehr, dass die transformative Kraft der KI im Asset Management bereits angekommen ist. Der Fonds scheint federführend für die Next Generation in Asset Management.

Und vor dem Hintergrund ist es sehr erfreulich und konsequent, das der Ompahlos Fund für den „Funds Europe Award 2024“ nominiert wurde – in der Kategorie:„European Digital Transformation of the Year: Asset Manager“

Zudem wurde das ‚Mastermind‘ hinter dem Omphalos Fund, Pawel Skrzypek, von The Hedge Fund Journal in sein viel beachtetes Ranking „Tomorrow’s Titans 2024 – Fifty Rising Stars“ aufgenommen.